EnEV: Renditeschreckgespenst und Fremdwort

Dämmwände so dick wie der 1000-Seiten-Roman Ulysses von James Joyce, dreifachverglaste Fenster zum Preis gebrauchter Kleinwagen, neue Heizkessel statt alter Verbrennungsboliden: Mit diesen Bildern assoziierten im ersten Quartal 2014 viele Immobilieninteressenten die im Mai 2014 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV). Kurzum: Die Verordnung galt für viele Privatanleger als Renditeschreckgespenst und Fremdwort zugleich. Und selbst wenn die EnEV ein Begriff war, wurde sie mehrheitlich skeptisch gesehen – so der Grundinvest Report. Diese Befragung von 1.000 Privatanlegern in ganz Deutschland wird regelmäßig vom Münchner Bauträger Euro Grundinvest initiiert und vom Berliner Meinungsforschungsinstitut GapFish durchgeführt.

Ziel der Novelle EnEV 2014, die seit Mai in Kraft ist und ab 2016 für Neubauten gilt, soll den ohnehin niedrigen Jahresenergiebedarf von Neubauten im Vergleich zur EnEv 2009 nochmals um 25 Prozent senken. Damit ist die Verordnung ein wichtiges Instrument, mit dem Deutschland den Energieverbrauch von Gebäuden bis 2050 um insgesamt 80 Prozent senken will, um seine Ziele in Sachen Klimaschutz zu erreichen.

Wie eine Studie zeigt, sind die energetischen Zukunftspläne bei vielen Deutschen noch nicht angekommen. Laut der von Euro Grundinvest in Auftrag gegebenen Studie erklärten noch Anfang 2014 rund 52 Prozent der Privatanleger, noch nie etwas von der EnEV 2014 gehört zu haben. Besonders hoch war der Anteil der EnEV-ahnungslosen Privatanleger mit 58 Prozent in München. In Berlin waren es indes nur 48 Prozent.

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